CoreWeave-IPO-Bewertung (2025)

Aus dem Englischen übersetzt

CoreWeaves Börsengang am 28. März 2025 wurde mit 40 US-Dollar pro Aktie bepreist, was das Unternehmen mit 23 Milliarden US-Dollar bewertete. Der IPO erzielte 1,5 Milliarden US-Dollar und markierte damit den größten KI-bezogenen Börsengang nach dem eingeworbenen Betrag zu diesem Zeitpunkt.

CoreWeave, Inc., ein amerikanisches Cloud-Computing-Unternehmen mit Sitz in Livingston, New Jersey, hielt am 28. März 2025 seinen Börsengang (IPO) ab. Das Unternehmen legte den Preis seiner Aktien auf 40 US-Dollar pro Stück fest, was einer Bewertung von etwa 23 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Börsengang erbrachte 1,5 Milliarden US-Dollar und war laut Dealogic der größte KI-bezogene Börsengang nach dem eingeworbenen Betrag. Der IPO war ein bedeutender Meilenstein für das Unternehmen, das sich schnell von einem Kryptowährungs-Miner zu einem wichtigen Anbieter von GPU-beschleunigter Cloud-Infrastruktur für Arbeitslasten der künstlichen Intelligenz entwickelt hatte.

CoreWeave betreibt spezialisierte Rechenzentren, die für Hochleistungs-Parallelrechnen ausgelegt sind und stark auf Grafikprozessoren (GPUs) setzen. Diese Rechenzentren sind für das Training und den Betrieb generativer KI-Modelle wie großer Sprachmodelle und Text-zu-Video-Modelle unerlässlich. Ab 2026 betreibt das Unternehmen 51 KI-Rechenzentren in den Vereinigten Staaten und Europa, von denen einige mehreren Kunden und andere einzelnen Kunden gewidmet sind. Sein 1,6 Milliarden US-Dollar teures Supercomputer-Rechenzentrum für Nvidia in Plano, Texas, wurde von Nvidia als der schnellste KI-Supercomputer der Welt beschrieben.

Hintergrund und Wachstum

CoreWeave wurde 2017 in New Jersey von Michael Intrator, Brian Venturo, Brannin McBee und Peter Salanki gegründet, die alle ehemalige Rohstoffhändler waren. Ursprünglich unter dem Namen Atlantic Crypto gegründet, schürfte das Unternehmen zunächst Ethereum mit GPUs. Nach dem Kryptowährungs-Crash 2018 benannte sich das Unternehmen 2019 in CoreWeave um und wechselte zu Cloud-Computing-Diensten, die auf seinem GPU-Bestand aufbauten.

Im Jahr 2022 betrieb CoreWeave drei Rechenzentren in den Vereinigten Staaten. Im Sommer dieses Jahres investierte das Unternehmen etwa 100 Millionen US-Dollar in Nvidias H100-Chips, die damals die neuesten und schnellsten GPUs waren. Diese frühe Investition verschaffte CoreWeave einen einzigartigen Zugang zu Nvidia-Hardware und positionierte das Unternehmen so, dass es von der Welle der KI-Verarbeitungsnachfrage in den Jahren 2022 und 2023 profitieren konnte. Das Unternehmen gewann Kunden wie Stability AI und erweiterte seine Rechenzentrumsfläche, wobei Techniker im Jahr 2023 6.000 Meilen Glasfaserkabel verlegten.

Im April 2023 investierte Nvidia 100 Millionen US-Dollar in CoreWeave und bewertete das Unternehmen bis Mai 2023 mit etwa 2 Milliarden US-Dollar. Im August 2023 sicherte sich CoreWeave eine Fremdkapitalfinanzierung in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar unter der Leitung von Magnetar Capital und Blackstone, wobei seine H100-GPUs als Sicherheit dienten. Dieser Deal war das erste Mal, dass Hardware auf H100-Basis als Sicherheit verwendet wurde, und erregte in der Wirtschaftspresse Aufmerksamkeit.

Finanzierung und Bewertung vor dem Börsengang

Im Mai 2024 sammelte CoreWeave 1,1 Milliarden US-Dollar an Finanzmitteln unter der Leitung von Coatue Management ein, was das Unternehmen laut Berichten mit 19 Milliarden US-Dollar bewertete. Später im selben Jahr, im Oktober 2024, wurde berichtet, dass Microsoft und andere Investoren investieren würden, mit einer Bewertung von 23 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen sicherte sich außerdem im Oktober 2024 eine Kreditlinie in Höhe von 650 Millionen US-Dollar unter der Leitung von Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Morgan Stanley, um den Betrieb und die Rechenzentren zu erweitern.

Im November 2024 schloss CoreWeave einen Sekundäraktienverkauf in Höhe von 650 Millionen US-Dollar ab, an dem Investoren wie Jane Street, Magnetar Capital, Fidelity Management und Macquarie Capital beteiligt waren. Bloomberg berichtete, dass CoreWeave einen Börsengang für 2025 plante und Morgan Stanley, Goldman Sachs und JPMorgan Chase mit der Durchführung beauftragt hatte. Das Unternehmen reichte im März 2025 sein Formular S-1 ein und plante, an der Nasdaq unter dem Symbol „CRWV“ notiert zu werden. Die Einreichung zeigte, dass Microsoft im Jahr 2024 über 60 Prozent der Einnahmen von CoreWeave ausmachte und im Jahr 2025 etwa 67 Prozent.

Details zum Börsengang

CoreWeave plante zunächst, 2,7 Milliarden US-Dollar einzusammeln, reduzierte das Angebot jedoch am 27. März 2025 auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Börsengang wurde mit 40 US-Dollar pro Aktie bewertet, was das Unternehmen mit 23 Milliarden US-Dollar bewertete. Die Aktien begannen am 28. März 2025 an der Nasdaq zu handeln. Das Angebot war laut Dealogic der größte KI-bezogene Börsengang nach dem eingeworbenen Betrag. Der Deal umfasste auch eine Privatplatzierung von Aktien im Wert von 350 Millionen US-Dollar an OpenAI, das im März 2025 einen fünfjährigen Cloud-Computing-Vertrag im Wert von etwa 12 Milliarden US-Dollar mit CoreWeave unterzeichnet hatte.

Entwicklungen nach dem Börsengang

Nach dem Börsengang expandierte CoreWeave weiter und baute Partnerschaften aus. Im Juli 2025 war das Unternehmen das erste, das Nvidia Blackwell Ultra GPUs (GB300 NVL72) kommerziell einsetzte, wobei Dell die Server bereitstellte. Im September 2025 stimmte CoreWeave der Übernahme von OpenPipe zu, einem Startup, das sich auf Reinforcement-Learning-Tools für das Training von KI-Agenten spezialisiert hat. Im Oktober 2025 stimmte es der Übernahme von Monolith AI zu, einem Entwickler von KI- und ML-Anwendungen für die Physik.

Im Januar 2026 investierte Nvidia 2 Milliarden US-Dollar in CoreWeave zu einem Kaufpreis von 87,20 US-Dollar pro Aktie und erweiterte damit ihre Partnerschaft, um den Ausbau von Rechenzentren voranzutreiben. Im Februar 2026 suchte CoreWeave 8,5 Milliarden US-Dollar an neuer Finanzierung, wobei große KI-Infrastrukturverträge mit Meta Platforms als Sicherheit dienten. Im April 2026 kündigte CoreWeave eine mehrjährige Vereinbarung mit Anthropic an, um Nvidia-GPU-Kapazität für Claude-Inferenz-Workloads in Produktionsgröße bereitzustellen, und bepreiste ein aufgestocktes Angebot an wandelbaren vorrangigen Schuldverschreibungen in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar. Diese Entwicklungen erfolgten innerhalb von 48 Stunden nach einer Erweiterung seiner Infrastrukturpartnerschaft mit Meta um 21 Milliarden US-Dollar.

Im Mai 2026 meldete CoreWeave einen Umsatz im ersten Quartal von 2,08 Milliarden US-Dollar, was die Analystenerwartungen von 1,97 Milliarden US-Dollar übertraf und sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelte. Der Umsatzauftragsbestand erreichte fast 100 Milliarden US-Dollar. Zum 30. Juni 2026 meldete das Unternehmen eine Gesamtverschuldung von etwa 35,1 Milliarden US-Dollar, aufgeteilt auf besicherte (etwa 31,4 Milliarden US-Dollar) und nicht besicherte (etwa 3,7 Milliarden US-Dollar) Fazilitäten, die gegen Vertragsverpflichtungen von Hyperscalern strukturiert waren.

Schlüsselpersonen und Mitarbeiter

Ab 2025 hatte CoreWeave etwa 1.450 Mitarbeiter. Michael Intrator fungiert als Chief Executive Officer und Mitbegründer, mit Brian Venturo als Chief Strategy Officer, Brannin McBee als Chief Development Officer und Peter Salanki als Chief Technology Officer. Im Jahr 2024 kam Nitin Agrawal als Chief Financial Officer von Google hinzu. Das Führungsteam hat das Unternehmen durch schnelles Wachstum geführt, von einem kleinen Kryptowährungs-Miner zu einem großen KI-Cloud-Anbieter.

Auswirkungen und Bedeutung

Der Börsengang von CoreWeave war ein wegweisendes Ereignis für die KI-Branche und zeigte eine starke Investorennachfrage nach KI-Infrastrukturunternehmen. Der Erfolg des Unternehmens unterstrich die wachsende Bedeutung von GPU-beschleunigtem Cloud-Computing im KI-Ökosystem. Die Partnerschaften von CoreWeave mit großen Akteuren wie Nvidia, Microsoft und OpenAI positionierten das Unternehmen als Schlüsselakteur in der KI-Lieferkette. Der Börsengang verdeutlichte auch die Wettbewerbslandschaft, wobei Unternehmen wie Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure ebenfalls stark in KI-Infrastruktur investieren.

Das Wachstum von CoreWeave war nicht ohne Herausforderungen. Die starke Abhängigkeit des Unternehmens von wenigen großen Kunden, insbesondere Microsoft, gab Anlass zu Bedenken hinsichtlich der Umsatzkonzentration. Die erhebliche Verschuldung, die bis Mitte 2026 35,1 Milliarden US-Dollar erreichte, stellte ebenfalls finanzielle Risiken dar. Das Umsatzwachstum und der wachsende Auftragsbestand des Unternehmens deuteten jedoch auf eine starke Nachfrage nach seinen Diensten hin.

Zukunftsaussichten

Ab 2026 expandiert CoreWeave weiterhin seine Rechenzentrumsfläche und verbessert seine KI-Fähigkeiten. Die Partnerschaften des Unternehmens mit Nvidia und großen KI-Labors wie OpenAI und Anthropic werden voraussichtlich das zukünftige Wachstum antreiben. Der KI-Infrastrukturmarkt bleibt stark umkämpft, wobei etablierte Cloud-Anbieter und neue Marktteilnehmer um Marktanteile konkurrieren. Die Fähigkeit von CoreWeave, langfristige Verträge zu sichern und seinen technologischen Vorsprung zu halten, wird entscheidend für seinen Erfolg in der sich entwickelnden KI-Landschaft sein.

Der Börsengang des Unternehmens und die anschließenden Entwicklungen spiegeln die breiteren Trends in der KI-Branche wider, einschließlich der schnellen Skalierung von Recheninfrastruktur, der Bedeutung von GPU-Lieferketten und des strategischen Werts von Cloud-Partnerschaften. Die Reise von CoreWeave von einem Kryptowährungs-Miner zu einem führenden KI-Cloud-Anbieter veranschaulicht die dynamische Natur des Technologiesektors und das transformative Potenzial der künstlichen Intelligenz.

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