4:3 Verhältnis
KERNZUSAMMENFASSUNG:
Authentisches amerikanisches VHS-C-Immobilien-Hometour-Band von 1994. Ein leicht übergewichtiger, glatzköpfiger Makler mittleren Alters führt mit absurder Begeisterung durch ein katastrophal heruntergekommenes Einfamilienhaus am Stadtrand und tut so, als wäre jedes ruinierte Detail wunderbar. Dunkle Beobachtungskomödie; er verkauft das Haus weiter, bis ihn der Geruch schließlich besiegt.
FESTGELEGTE FIGUR:
Derselbe Mann in jeder Einstellung: amerikanischer Makler, Ende 40, leicht übergewichtig mit rundem Bauch, schütteres/dünner werdendes braunes Haar, gerötetes ausdrucksstarkes Gesicht, freundlicher, leicht schleimiger Verkäufercharme. Billige hellbraune 1990er-Jahre-Blazer, hellblaues Hemd, lautes gemustertes Schlips, gebügelte Khakihosen, braune Loafer. Gleiches Gesicht, gleicher Körper, gleiche Kleidung und gleiche Stimme über alle Schnitte hinweg. Er wird zunehmend schweißnasser und übler.
1990er-VIDEO/AUDIO:
Echter Low-Resolution-NTSC-480i-Konsumenten-VHS-C-/Hi8-Camcorder-Look, 4:3. Weiches, detailarmes Analogbild, Interlaced-Gefühl, Chroma-Bleeding, Bandrauschen, leichtes Tracking-Wackeln und horizontales Zittern, schwacher Dynamikumfang, überblendete Fensterlichter, unvollständiger Weißabgleich, Autofokus-Suchen, Belichtungspumpen, Bewegungsunschärfe, billiges Zoomobjektiv und unbeholfenes Handheld-Nachführen. Es muss sich anfühlen, als wäre es mit einer echten 1994er-Kamera aufgenommen worden, nicht wie modernes Material mit Retro-Overlay. Der Kameramann folgt ihm aus ein paar Metern Entfernung.
Nativer synchronisierter Ton über ein billiges 1990er-Camcorder-Mikrofon an der Kamera: schmales Band, leichtes Bandrauschen, gedämpfte Raumreflexionen, leichtes AGC-Pumpen und gelegentliches Peak-Clipping. Natürliches amerikanisches Englisch, klare Lippen-Synchronisation, keine Musik, keine Untertitel.
STIMME:
Durchgehend dieselbe männliche amerikanische Stimme mittleren Alters: leicht nasale mittlere Lage, schnelle rhythmische Verkäuferenergie, theatralische Freundlichkeit, gelegentlich verschwörerischer Ton, zunehmend atemloser.
EINSTELLUNG 1 [0,0–4,2 s] - AUSSENANSICHT:
Ruhige amerikanische Vorortstraße Mitte der 1990er Jahre. Überwucherter Rasen, abblätternde Farbe, durchhängende Dachrinne, vernachlässigtes Einfamilienhaus. Handheld, halbtotale Einstellung.
Er öffnet die Arme Richtung Haus und strahlt in die Linse, während er mit übertriebener rhythmischer Begeisterung spricht:
"Guten Nachmittaaag! Heute zeige ich Ihnen dieses Haus zum Verkauf. Ein Wort: per-fekt!"
Er dreht sich sofort um und geht zur Veranda; die Kamera folgt.
EINSTELLUNG 2 [4,2–7,5 s] - TÜR:
An der Haustür dreht er sich mit einem schelmischen Verkäufergrinsen zur Kamera zurück:
"Kommen Sie, schauen wir uns dieses Schmuckstück an."
Der Griff lässt sich nicht öffnen. Er erstarrt einen halben Moment lang verwirrt und versucht es härter. Ein brüchiges Stück des Türrahmens bricht plötzlich mit einem trockenen Knacken ab und die Tür ruckelt auf.
Er blickt direkt in die Linse, verlegen, aber weiterhin ein Lächeln erzwingend, senkt die Stimme und sagt schnell:
"Kleines Türproblem. Das beheben wir."
HARTER SCHNITT.
EINSTELLUNG 3 [7,5–10,7 s] - KÜCHE:
Schmutzige, vernachlässigte Küche: fleckige Arbeitsflächen, schmutziges Spülbecken, abblätternder Linoleumboden, alte Schränke, Dreck, viele Fliegen summen im Raum.
Er präsentiert die Küche stolz mit beiden Händen:
"Sagen Sie mir jetzt nicht, dass das keine riesige, wunderschöne Küche ist!"
Der Geruch trifft ihn bei den letzten Worten. Sein Lächeln bricht für eine Sekunde zusammen. Seine Augen tränen, er schluckt schwer, würgt fast, bedeckt kurz den Mund, dann erzwingt er sofort wieder das Verkäufergrinsen.
Fliegen summen laut, der Kühlschrank brummt, die Dielen knarren. Der Kameramann macht einen winzigen unbeholfenen, unwillkürlichen Zoom auf sein Gesicht.
HARTER SCHNITT.
EINSTELLUNG 4 [10,7–13,6 s] - BADEZIMMER:
Winziges, widerliches Badezimmer mit rissigen Fliesen, schmutziger Badewanne, starken Flecken, feuchten verfärbten Wänden und einer alten Toilette.
Der Makler schwitzt jetzt sichtbar durch den Hemdkragen. Er gestikuliert mit neuem falschem Enthusiasmus in die Runde:
"Und hier ist unser Badezimmer - stilvoll, hell, geräumig!"
Er wirft der Kamera ein angestrengtes Grinsen zu, bemerkt etwas Ekliges außerhalb des Bildrahmens, sein Gesichtsausdruck zuckt, dann dreht er sich sofort um und verlässt das Badezimmer viel schneller als normal, während er versucht, den Abgang lässig wirken zu lassen.
Die Handheld-Kamera stolpert hinter ihm her.
HARTER SCHNITT.
EINSTELLUNG 5 [13,6–23,0 s] - SCHLAFZIMMER:
Leeres, ruiniertes Schlafzimmer. Keine Möbel. Grobe Graffitis bedecken Teile der Wände, zerbrochener Putz und Bauschutt bedecken den schmutzigen Boden, beschädigte Trockenbauwände und raue, unfertige Stellen überall.
Der Makler betritt den Raum, stark schwitzend, aber immer noch performend. Er streicht stolz mit einem Arm über das Desaster und sagt:
"Schauen Sie sich dieses Schlafzimmer an. Massenhaft Charakter. Absolut hinreißend!"
Ein kleines Putzstück fällt plötzlich hinter ihm herunter.
Er hört es, hält einen halben Moment inne, wirft der Kamera einen schuldigen Seitenblick zu, dann setzt er das erzwungene Lächeln fort, als wäre nichts gewesen.
HARTER SCHNITT.
EINSTELLUNG 6 [23,0–27,0 s] - FINALER GAG:
Entfernte, unbeholfene Handheld-Ansicht von der anderen Seite des überwucherten Hinterhofs, als hätte der Kameramann ihn unerwartet nach draußen verfolgt.
Der Makler ist fern von der Linse neben einer Hecke, der Blazer hängt offen, endlich besiegt.
Er beugt sich vor und übergibt sich Richtung Boden, größtenteils von der Hecke verdeckt, dann bleibt er vornübergebeugt stehen und atmet schwer.
Der Kameramann macht einen unsicheren kleinen optischen Zoom auf ihn zu, zögert, zoomt dann schnell wieder heraus.
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