Aus dem Englischen übersetzt

Zoubin Ghahramani ist ein britisch-iranischer Forscher im Bereich maschinelles Lernen, Professor an der University of Cambridge und Vizepräsident für Forschung bei Google DeepMind, bekannt für [[bayesian-learning|Bayessches Lernen]] und [[variational-inference|Variationsinferenz]].

Zoubin Ghahramani (persisch: زوبین قهرمانی; geboren am 8. Februar 1970) ist ein britisch-iranischer Forscher in maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz. Er ist Vizepräsident für Forschung bei Google DeepMind und Professor für Informationstechnik an der Universität Cambridge, wo er seit 2009 Fellow des St John's College ist. Er ist bekannt für seine Beiträge zum Bayes'schen maschinellen Lernen, einschließlich variationeller Methoden für approximative Inferenz, und hatte Führungspositionen bei Uber und Google inne.

Ghahramanis Karriere umfasst sowohl die Wissenschaft als auch die Industrie. Von 2016 bis 2020 war er Chief Scientist bei Uber und leitete später Google Brain bis zu dessen Fusion mit DeepMind. Er war außerdem Gründungsdirektor für Verbindungen am Alan Turing Institute und stellvertretender Gründungsdirektor des Leverhulme Centre for the Future of Intelligence.

Ausbildung und frühe Karriere

Ghahramani wurde an der American School of Madrid und der University of Pennsylvania ausgebildet, wo er 1990 einen Doppelabschluss in Kognitionswissenschaft und Informatik erwarb. Er promovierte in kognitiver Neurowissenschaft am Massachusetts Institute of Technology unter der Leitung von Michael I. Jordan und Tomaso Poggio. Nach einem Postdoktorandenstipendium an der University of Toronto bei Geoffrey Hinton trat er 1998 der Fakultät der University College London bei, wo er bis 2005 an der Gatsby Computational Neuroscience Unit arbeitete. Von 2003 bis 2012 hatte er außerdem eine Anstellung als außerordentlicher Forschungsprofessor an der Carnegie Mellon University inne.

Forschungsbeiträge

Ghahramanis Forschung konzentriert sich auf Bayes'sche nichtparametrische Modellierung, grafische Modelle und computergestützte Neurowissenschaften. Er entwickelte approximative variationelle Inferenzalgorithmen für skalierbares Lernen und war ein Pionier bei halbüberwachtem Lernen, aktivem Lernen und sparse Gaussian Processes. Seine Arbeiten zu unendlichdimensionalen Modellen, wie dem unendlichen latenten Merkmalsmodell, waren äußerst einflussreich. Er hat über 300 Arbeiten mit mehr als 100.000 Zitierungen und einem h-Index von 132 veröffentlicht.

Industriekarriere

Im Jahr 2014 gründete Ghahramani zusammen mit Gary Marcus, Doug Bemis und Ken Stanley das Unternehmen Geometric Intelligence. Das Startup wurde 2016 von Uber übernommen, was zu seiner Rolle als VP of AI und Chief Scientist bei Uber führte. Dort beaufsichtigte er die KI-Forschung und -Anwendungen im Bereich Ride-Hailing und autonome Fahrzeuge. Im Jahr 2020 wechselte er zu Google Brain als Senior Research Director, wurde 2021 Vizepräsident für Forschung und leitete Google Brain bis zu dessen Fusion mit DeepMind im April 2023.

Politik- und Beratungsrollen

Ghahramani trug 2017 zum Machine Learning Report der Royal Society bei und leitete 2023 die britische Future of Compute Review, die die nationale Recheninfrastruktur für KI beriet.

Auszeichnungen und Ehrungen

Ghahramani wurde 2015 zum Fellow der Royal Society (FRS) gewählt, mit einer Würdigung, die seine grundlegenden Beiträge zur probabilistischen Modellierung und zu Bayes'schen nichtparametrischen Ansätzen anerkennt. Für seine Beiträge zum probabilistischen maschinellen Lernen erhielt er 2021 den Royal Society Milner Award.

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