Aus dem Englischen übersetzt

Sir Michael Jonathan Moritz (geboren am 12. September 1954) ist ein walisischer Milliardär, Risikokapitalgeber, Autor und ehemaliger Journalist, bekannt für seine Arbeit bei Sequoia Capital und frühe Investitionen in Google und andere Technologieunternehmen.

Sir Michael Jonathan Moritz ( 12. September 1954) ist ein walisischer Milliardär, Risikokapitalgeber, Philanthrop, Autor und ehemaliger Journalist. Bekannt wurde er vor allem durch seine langjährige Tätigkeit bei [[sequoia-capital|Sequoia Capital]], wo er einige der einflussreichsten Technologieunternehmen des Internetzeitalters unterstützte, darunter Google, Yahoo! und PayPal. Moritz verfasste außerdem die erste Geschichte von Apple Inc., The Little Kingdom, und schrieb Going for Broke: Lee Iacocca's Battle to Save Chrysler*. In den Jahren 2006 und 2007 wurde er auf der Forbes-Midas-Liste zum Nummer-eins-Risikokapitalgeber ernannt.

Frühes Leben und Ausbildung

Moritz wurde am 12. September 1954 in eine jüdische Familie in Cardiff, Wales, geboren. Sein Vater, Ludwig Alfred Moritz (1921–2003), floh aus Nazi-Deutschland und wurde Professor für Klassische Philologie an der Cardiff University, wo er später als Vizepräsident (Verwaltung) fungierte. Seine Mutter, Doris (geb. Rath; 1924–2019), floh ebenfalls aus Nazi-Deutschland. Moritz besuchte die Howardian High School in Cardiff.

Er erwarb einen Bachelor-Abschluss in Geschichte am Christ Church College in Oxford und 1978 einen MBA an der Wharton School der University of Pennsylvania als Thouron-Stipendiat.

Journalistische Karriere

Moritz begann seine Karriere als Journalist. In den frühen 1980er Jahren, während er als Reporter für das Time-Magazin arbeitete, rekrutierte Steve Jobs ihn, um die Entwicklung des Macintosh für ein Buch über Apple zu dokumentieren. Ende 1982 war Moritz Leiter des San-Francisco-Büros von Time und arbeitete an der Sonderausgabe zur Person des Jahres, die ursprünglich Jobs gewidmet sein sollte. Seine Recherchen umfassten ein Interview mit Jobs' Ex-Freundin Chrisann Brennan über deren Kind, Lisa, was zu einer Vaterschaftsverweigerung von Jobs führte. Die Ausgabe wurde schließlich in „Maschine des Jahres" umbenannt, die den Computer statt einer Person feierte. Jobs brach nach der Veröffentlichung den Kontakt zu Moritz ab, aber Moritz' Buch The Little Kingdom: The Private Story of Apple Computer erschien 1984 und wurde zu einem maßgeblichen Bericht.

Im Jahr 2009 veröffentlichte Moritz Return to the Little Kingdom: How Apple and Steve Jobs Changed the World, eine überarbeitete und erweiterte Ausgabe. In seinem Prolog äußerte er seine eigene Frustration über den Time-Artikel und merkte an, dass dieser sein Material „abgeschöpft, gefiltert und vergiftet" habe und dass die Erfahrung ihn dazu führte, Rollen zu suchen, in denen er sein eigenes Schicksal kontrollieren konnte.

Karriere im Risikokapital

1986 trat Moritz Sequoia Capital bei, nachdem er Going for Broke: The Chrysler Story gemeinsam mit Barrett Seaman verfasst hatte. Zuvor hatte er Technologic Partners mitgegründet, ein Unternehmen für Technologie-Newsletter und Konferenzen.

Zu seinen Investitionen bei Sequoia gehörten Google, Yahoo!, Skyscanner, PayPal, Webvan, YouTube, eToys und Zappos. Er war in den Vorständen zahlreicher Unternehmen tätig, darunter Google, LinkedIn, Stripe und Klarna. Der Börsengang von Google im Jahr 2004 machte Moritz zu einem der reichsten Männer in Wales. Seine Investition in Google verhalf ihm 2006 und 2007 zur Spitzenposition auf der Forbes-Midas-Liste, und 2008 und 2009 belegte er den zweiten Platz.

Im Juli 2023 trat Moritz nach fast vier Jahrzehnten von Sequoia zurück, blieb jedoch in den Vorständen von Stripe, Klarna und Instacart. Er verlagerte seinen Fokus auf Sequoia Heritage, einen Vermögensverwaltungsfonds, den er mit aufgebaut hatte und der unabhängig von Sequoia Capital wurde.

Spätere Unternehmungen und Philanthropie

Moritz finanzierte The San Francisco Standard, eine gewinnorientierte Nachrichtenwebsite mit Fokus auf San Francisco, mit Büros im Mission District. Griffin Gaffney ist CEO der Website und außerdem Mitbegründer von Here/Say Media und TogetherSF, von Moritz finanzierten 501(c)4-Organisationen.

Moritz war zudem ein früher Investor in künstliche Intelligenz und unterstützte Unternehmen wie OpenAI und Anthropic über Sequoia, was sein Interesse an künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen widerspiegelt.

Ehrungen

Im Juli 2010 erhielt Moritz eine Ehrenmitgliedschaft der Cardiff University. Im Juli 2014 wurde er als Fellow der Aberystwyth University geehrt. Im November 2014 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Hong Kong University of Science and Technology verliehen. Moritz wurde zum Knight Commander des Order of the British Empire (KBE) für Verdienste um Philanthropie und Technologie ernannt.

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