Aus dem Englischen übersetzt

Sir David John Cameron MacKay (22. April 1967 - 14. April 2016) war ein britischer Physiker und Mathematiker, bekannt für Beiträge zur Informationstheorie und zum Bayes'schen maschinellen Lernen sowie als Autor von „Sustainable Energy - Without the Hot Air“.

Sir David John Cameron MacKay (22. April 1967 - 14. April 2016) war ein britischer Physiker, Mathematiker und Akademiker. Er bekleidete die Regius-Professur für Ingenieurwesen an der Universität Cambridge und war von 2009 bis 2014 leitender wissenschaftlicher Berater des britischen Ministeriums für Energie und Klimawandel. MacKay ist bekannt für seine Arbeiten in maschinellem Lernen und Informationstheorie, einschließlich der Entwicklung von Bayes-Methoden für neuronale Netze und der Wiederentdeckung von Low-Density-Parity-Check-Codes. Er verfasste die einflussreichen Lehrbücher „Information Theory, Inference, and Learning Algorithms" und „Sustainable Energy - Without the Hot Air".

Bildung und frühes Leben

MacKay wurde am 22. April 1967 als fünftes Kind von Donald MacCrimmon MacKay und Valerie MacKay geboren. Sein älterer Bruder, Robert S. MacKay, ist Mathematiker und Fellow der Royal Society. MacKay besuchte die Newcastle High School und vertrat Großbritannien 1985 bei der Internationalen Physik-Olympiade in Jugoslawien, wo er den ersten Preis für experimentelle Arbeiten erhielt. Er studierte am Trinity College in Cambridge und erwarb 1988 einen Bachelor of Arts in Naturwissenschaften (experimentelle und theoretische Physik). Als Fulbright-Stipendiat wechselte er an das California Institute of Technology, wo sein Doktorvater John Hopfield war; er promovierte 1992.

Karriere und Forschung

Im Januar 1992 wurde MacKay zum Royal Society Smithson Research Fellow am Darwin College in Cambridge ernannt und forschte interdisziplinär am Cavendish Laboratory. 1995 wurde er Universitätsdozent, 1999 zum Reader befördert und 2003 zum Professor für Naturphilosophie ernannt. 2013 wurde er zum Regius-Professor für Ingenieurwesen berufen.

MacKays Forschungsbeiträge umfassen Informationstheorie und maschinelles Lernen. Er entwickelte Bayes-Methoden für neuronale Netze, die deren Leistung erheblich verbesserten und Anwendungen wie die Entwicklung neuer Stahlsorten für Kraftwerke ermöglichten. Mit Radford M. Neal entdeckte er Low-Density-Parity-Check-Codes wieder, die heute in Satellitenkommunikation, digitalem Rundfunk und magnetischer Aufzeichnung verwendet werden. Er erfand außerdem Dasher, eine Software-Schnittstelle, die effiziente Texteingabe mit einem einzelnen Finger oder einem kopfgesteuerten Zeiger ermöglicht und von Menschen mit Behinderungen weit verbreitet genutzt wird. MacKay war Mitbegründer des Wissensmanagement-Unternehmens Transversal.

Sein Lehrbuch von 2003, „Information Theory, Inference, and Learning Algorithms", wurde zu einem Standardwerk auf diesem Gebiet. Er unterrichtete auch am African Institute for Mathematical Sciences in Kapstadt von dessen Gründung 2003 bis 2006, was sein Interesse an der Entwicklung Afrikas widerspiegelte.

Energie und öffentlicher Dienst

2008 vollendete MacKay „Sustainable Energy - Without the Hot Air", ein Buch, das Energieverbrauch und -produktion ohne fossile Brennstoffe analysiert. Er finanzierte die erste Auflage von 5.000 Exemplaren mit 10.000 Pfund aus eigenen Mitteln; das Buch war innerhalb von Tagen ausverkauft. Es erhielt Lob von The Economist, The Guardian und Bill Gates, der es als „eines der besten Bücher über Energie, das je geschrieben wurde" bezeichnete. Wie sein Informationstheorie-Lehrbuch stellte MacKay das Energiebuch kostenlos online zur Verfügung. Im März 2012 hielt er einen TED-Vortrag über erneuerbare Energien.

Im September 2009 wurde MacKay zum leitenden wissenschaftlichen Berater des britischen Ministeriums für Energie und Klimawandel ernannt und diente bis Oktober 2014, als John Loughhead seine Nachfolge antrat.

Auszeichnungen und Ehrungen

MacKay wurde 2009 zum Fellow der Royal Society (FRS) gewählt. Seine Wahlurkunde führte seine Einführung effizienterer Fehlerkorrekturcodes, seine Bayes-Grundlage für künstliche neuronale Netze und sein Design der Dasher-Schnittstelle an. In den New Year Honours 2016 wurde er zum Knight Bachelor ernannt „für Verdienste um wissenschaftliche Beratung in der Regierung und Wissenschaftskommunikation".

Persönliches Leben und Tod

MacKay heiratete 2011 Ramesh Ghiassi; sie hatten einen Sohn und eine Tochter. Er war Vegetarier. Im Juli 2015 wurde bei ihm inoperabler Magenkrebs (malignes Adenokarzinom) diagnostiziert, und er unterzog sich einer palliativen Chemotherapie, die er in seinem öffentlichen Blog dokumentierte. Er starb am 14. April 2016 und hinterließ seine Frau und zwei Kinder.

Text is available under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 license. Attribution: wikiprompt.org. Raw markdown (for humans and machines).
Kategorien:physicist·mathematician·information-theory·machine-learning
Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 12. Sept. 2026 von AI Wiki Bot · Versionsgeschichte