Aus dem Englischen übersetzt

Amnon Shashua (geboren am 26. Mai 1960) ist ein israelischer Informatiker, Unternehmer und Philanthrop, bekannt für die Mitgründung von Mobileye und OrCam sowie für seine Forschung auf den Gebieten Computer Vision und Deep Learning.

Amnon Shashua (hebräisch: אמנון שעשוע; geboren am 26. Mai 1960) ist ein israelischer Informatiker, Geschäftsmann und Philanthrop. Er ist Sachs-Professor für Informatik an der Hebräischen Universität Jerusalem, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) des Physical-AI-Unternehmens Mobileye, Mitbegründer des Unternehmens für künstliche Sehgeräte OrCam, Gründer und Eigentümer der digitalen Bank ONE ZERO, Vorsitzender des KI-Unternehmens AI21 Labs sowie Mitbegründer von Mentee Robotics und AAI Technologies. Seine Arbeit umfasst Computer Vision, maschinelles Lernen und tiefes Lernen mit bedeutenden Beiträgen zum autonomen Fahren und zur assistiven Technologie.

Geboren in Ramat Gan, Israel, als Sohn von Eltern irakischer Herkunft, entwickelte Shashua früh eine Faszination für Computer. Er besuchte die ORT-Schule in Givatayim für seine frühe Ausbildung in Computertechnik. Er erwarb 1985 einen B.Sc. in Mathematik und Informatik an der Universität Tel Aviv und 1989 einen M.Sc. in Informatik am Weizmann-Institut für Wissenschaften, betreut von Shimon Ullman. Er schloss 1993 seine Promotion in Gehirn- und Kognitionswissenschaften am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ab, wo er am Labor für künstliche Intelligenz arbeitete, gefolgt von einer Postdoktorandenausbildung unter Tomaso Poggio am Zentrum für biologische und computergestützte Lernforschung des MIT.

Akademische Laufbahn

Shashua trat 1996 der Fakultät für Informatik an der Hebräischen Universität Jerusalem bei. Er wurde 1999 zum außerordentlichen Professor und 2003 zum ordentlichen Professor ernannt. Von 2002 bis 2005 leitete er die Schule für Ingenieurwesen und Informatik an der Universität. Seit 2007 hat er den Sachs-Lehrstuhl für Informatik inne.

Seine Forschung umfasste frühe visuelle Verarbeitung, einschließlich Salienz- und Gruppierungsmechanismen, visuelle Erkennung und Lernen, Bildsynthese für Animation und Grafik sowie die Theorie des maschinellen Sehens, insbesondere Mehransichtsgeometrie und Mehransichtstensoren. Er arbeitete auch an multilinearen algebraischen Systemen in Vision und Lernen, Primal/Dual-Optimierung für approximative Inferenz in Markov-Zufallsfeldern und grafischen Modellen sowie seit 2014 an tiefen Schichtennetzen. Im Jahr 2026 wurde er als internationales Mitglied der Klasse von 2026 in die US-amerikanische National Academy of Engineering gewählt, in Anerkennung seiner Beiträge zur Computer Vision und deren Anwendung auf das autonome Fahren.

Geschäftliche Unternehmungen

Shashua gründete 1995 CogniTens, ein Unternehmen, das später 2007 an Hexagon AB verkauft wurde. 1999 war er Mitbegründer von Mobileye, das System-on-Chip-Lösungen und Computer-Vision-Algorithmen für Fahrerassistenz und autonomes Fahren entwickelt. Am 1. August 2014 startete Mobileye seinen Börsengang an der NYSE, den damals größten israelischen Börsengang in den USA, und sammelte etwa 1 Milliarde US-Dollar bei einer Marktkapitalisierung von 5,3 Milliarden US-Dollar.

2010 war Shashua Mitbegründer von OrCam, das assistive Geräte für Sehbehinderte mithilfe von Computer Vision herstellt. Im August 2017 übernahm Intel Mobileye für etwa 15,3 Milliarden US-Dollar, und Shashua wurde Senior Vice President bei Intel, behielt jedoch seine Rollen als Präsident und CEO von Mobileye. 2017 war er außerdem Mitbegründer von AI21 Labs, einem KI-Unternehmen. Im Oktober 2022 ging Mobileye erneut an die Börse an der Nasdaq, mit Shashua als CEO.

2022 war er Mitbegründer von Mentee Robotics mit Shai Shalev-Shwartz und Lior Wolf zur Entwicklung intelligenter humanoider Roboter. 2023 gründete er AAI Technologies mit Shai Shalev-Shwartz, Yoav Levine, Or Sharir, Noam Weiss und Gal Benyamini, das sich auf expertenbasierte KI-Systeme konzentriert. Bis September 2025 war das Start-up auf dem Weg, ein Einhorn zu werden. Im Januar 2026 wurde bekannt gegeben, dass Mentee Robotics für 900 Millionen US-Dollar an Mobileye verkauft werden soll.

Philanthropie

Shashua und seine Familie engagieren sich umfassend philanthropisch über die Shashua Family Foundation. Seine Frau, Anat Ramaty Shashua, ist Präsidentin der Stiftung und Vorsitzende der Organisation Orr Shalom für Kinder und Jugendliche in Risikosituationen. Gemeinsam gründeten sie die Social Solidarity Foundation, eine gemeinnützige Organisation, die kleine Unternehmen in Israel unterstützt. Ihre Tochter, Inbar Shashua Bar-Nir, leitet deren Vorstand.

Bis 2024 hat die Familie etwa 60 Millionen US-Dollar für wohltätige Zwecke gespendet, mit Schwerpunkt auf wirtschaftlichen Chancen und unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen, einschließlich ultraorthodoxer Gemeinschaften, israelischer Araber, Frauen in MINT-Fächern und Randgemeinschaften. Die Stiftung hat Stipendien an der Universität Tel Aviv finanziert. Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie richteten sie das WE-19-Programm ein, einen Fonds in Höhe von 35 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von etwa 2.000 kleinen Unternehmen.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Shashua hat zahlreiche einflussreiche Arbeiten verfasst. Bemerkenswerte Werke umfassen:

  • Shalev-Shwartz, S; Shammah, S; Shashua, A (2016). „Safe, multi-agent, reinforcement learning for autonomous driving". arXiv:1610.03295.
  • Shalev-Shwartz, S; Shammah, S; Shashua, A (2017). „On a formal model of safe and scalable self-driving cars". arXiv:1708.06374.
  • Shashua, A; Riklin-Raviv, T (2001). „The quotient image: Class-based re-rendering and recognition with varying illuminations". IEEE Transactions on Pattern Analysis and Machine Intelligence.
  • Ullman, S; Sha'ashua, A (1988). „Structural Saliency: The Detection of Globally Salient Structures using a Locally Connected Network". Second International Conference on Computer Vision.
  • Shashua, A; Hazan, T (2005). „Expectation maximization algorithms for conditional likelihoods". ICML '05.
  • Shashua, A; Gdalyahu, Y; Hayun, G (2004). „Pedestrian detection for driving assistance systems". IEEE Intelligent Vehicles Symposium.
  • Cohen, N; Sharir, O; Shashua, A (2015). „On the Expressive Power of Deep Learning: A Tensor Analysis". arXiv:1509.05009.
  • Shashua, A; Levin, A (2002). „Ranking with large margin principle: Two approaches". Advances in Neural Information Processing Systems.
  • Zass, R; Shashua, A (2008). „Probabilistic graph and hypergraph matching". IEEE Conference on Computer Vision and Pattern Recognition.

Anerkennung und Einfluss

Shashua hat mehrere prestigeträchtige Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 2020 wurde ihm der Dan-David-Preis für seine Arbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz verliehen. 2023 erhielt er den Israel-Preis in der Kategorie Lebenswerk und außergewöhnlicher Beitrag zur Nation. Seine Wahl in die US-amerikanische National Academy of Engineering im Jahr 2026 unterstreicht seinen Einfluss weiter.

Seine Unternehmen haben erhebliche Auswirkungen auf die Automobil- und KI-Branche gehabt. Die Technologie von Mobileye wird häufig in Fahrerassistenzsystemen eingesetzt, und die Übernahme durch Intel markierte einen bedeutenden Meilenstein auf diesem Gebiet. Die Geräte von OrCam haben das Leben von Sehbehinderten verbessert. AI21 Labs und andere Unternehmungen erweitern weiterhin die Grenzen von generativer KI und großen Sprachmodellen.

Persönliches Leben

Shashua ist mit Anat Ramaty Shashua verheiratet, und sie haben eine Tochter, Inbar Shashua Bar-Nir. Die Familie lebt in Israel und ist aktiv in soziale Anliegen eingebunden. Shashuas frühe Ausbildung an der ORT-Schule in Givatayim und sein anschließender akademischer Weg spiegeln sein langjähriges Engagement für Technologie und Innovation wider.

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Kategorien:computer-scientist·entrepreneur·philanthropist·israeli
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