Schreibe die Eröffnungsszene für deinen ungeschriebenen Roman.
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Schreibe die Eröffnungsszene für deinen ungeschriebenen Roman. Ein kreativer Prompt, der Schriftsteller bittet, die Eröffnungsszene eines Romans zu verfassen, den sie sich vorgestellt haben, den Hauptcharakter einzuführen und Genre und Ton festzulegen.
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Die Tür des Antiquariats schwang mit einem leisen Klingeln auf, das wie ein vergessenes Versprechen klang. Elias stand im Türrahmen, der Regen tropfte von seinem Mantel auf die abgetretenen Dielen, und für einen Moment glaubte er, die Zeit sei hier stehen geblieben. Staub tanzte im schwachen Licht der Deckenlampe, und der Geruch von altem Papier und Leder umhüllte ihn wie eine vertraute Melodie.
Er trat ein, und die Tür fiel hinter ihm ins Schloss. Der Besitzer, ein Mann mit einer Brille, die tiefer auf seiner Nase saß als nötig, blickte kaum auf. „Kann ich Ihnen helfen?“, fragte er, ohne Neugier in der Stimme.
Elias schüttelte den Kopf. „Ich suche nichts Bestimmtes.“ Eine Lüge, die er sich selbst oft genug erzählt hatte, um sie zu glauben.
Er schlenderte zwischen den Regalen hindurch, die Finger über die Buchrücken gleiten ließ, als könnte er durch das Leder hindurch die Geschichten spüren. Und dann blieb er stehen. Ein Buch, das nicht hierher gehörte. Es war nicht alt, nicht staubig, kein Goldschnitt, kein Ledereinband. Es war ein schmales, graues Heft, dessen Deckel keine Aufschrift trug.
Elias zog es heraus. Die Seiten waren leer - bis auf eine, die in der Mitte eingelegt war. Ein einziges Blatt, mit einer Handschrift, die er nicht kannte, aber die ihm dennoch vertraut vorkam. Drei Zeilen:
„Wenn du dies liest, bist du bereits zu spät.
Die Karte ist nicht das Territorium.
Und das Territorium ist nicht die Wahrheit.“
Elias lächelte. Das war es also. Kein Abenteuer, keine Flucht, keine Erlösung. Nur ein Rätsel, das darauf wartete, gelöst zu werden - oder ihn zu verschlingen. Er steckte das Heft in seine Manteltasche, legte einen Schein auf den Tresen und ging, ohne ein Wort zu sagen.
Draußen prasselte der Regen gegen das Pflaster, und die Stadt schien ihm plötzlich fremd, als hätte jemand die Straßen umgebaut, während er drinnen war. Er wusste, dass dies der Anfang von etwas war, das er nicht kontrollieren konnte. Und zum ersten Mal seit Jahren fühlte er sich lebendig.
Das Buch, das er schreiben würde, war kein Roman. Es war eine Karte - und er war bereits auf ihr verloren.
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