Düstere Kindergeschichte-Prompt
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Düstere Kindergeschichte-Prompt Ein kreativer Prompt, der eine Erzählung verlangt, die in einem typischen Kindergeschichten-Ton beginnt und sich allmählich in dunkle Themen verschiebt.
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Es war einmal ein kleines Mädchen namens Lina, das in einem Haus am Rande eines Waldes lebte. Jeden Abend bat sie ihre Mutter um eine Geschichte, und jeden Abend erzählte die Mutter eine, die mit „Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ endete. Aber Lina war neugierig, was nach dem Ende kam.
Eines Nachts, als der Mond hinter Wolken verschwand, schlich Lina in den Wald. Sie folgte einem Pfad aus weißen Steinen, die im Dunkeln leuchteten wie Zähne. Der Pfad führte zu einer Lichtung, auf der ein alter Brunnen stand. Aus dem Brunnen stieg ein Flüstern: „Komm näher, Kind. Ich zeige dir die Wahrheit.“
Lina beugte sich über den Rand. Im Wasser sah sie nicht ihr Spiegelbild, sondern eine andere Version von sich selbst – mit leeren Augen und einem Lächeln, das zu breit war. „Du willst wissen, was nach dem Ende kommt?“, fragte das Spiegelbild. „Nichts. Gar nichts. Die Geschichten deiner Mutter sind Lügen. Es gibt kein Glück, nur Stille.“
Lina schrie und trat zurück. Aber der Wald hatte sich verändert. Die Bäume hatten Gesichter, die sie anstarrten, und die weißen Steine waren nun Knochen. Sie rannte nach Hause, aber das Haus war leer. Die Mutter war fort, und auf dem Küchentisch lag ein Zettel: „Ich habe dir nie eine Geschichte erzählt. Du hast sie dir selbst ausgedacht. Du bist schon immer allein gewesen.“
Lina setzte sich auf den Boden und weinte, bis ihre Tränen versiegten. Dann hörte sie ein Geräusch – ein Kratzen an der Tür. Sie öffnete sie und sah das Spiegelbild aus dem Brunnen, das nun vor ihr stand, nass und mit Schlamm bedeckt. „Jetzt, wo du die Wahrheit kennst“, sagte es, „kann ich deinen Platz einnehmen. Du wirst im Brunnen warten, bis ein anderes Kind kommt.“
Lina versuchte zu schreien, aber ihre Stimme war fort. Das Spiegelbild schob sie in den Brunnen, und das Wasser schloss sich über ihr. Sie sank, und im Fallen sah sie die anderen Kinder – alle, die vor ihr gekommen waren, alle, die die Wahrheit erfahren hatten. Sie saßen am Grund, stumm und mit leeren Augen, und warteten.
Am nächsten Morgen wachte die Mutter auf und fand ihre Tochter am Frühstückstisch. „Guten Morgen, Lina“, sagte sie. Das Mädchen lächelte – zu breit, mit zu vielen Zähnen. „Guten Morgen, Mutter“, sagte es. „Erzähl mir eine Geschichte. Aber diesmal eine wahre.“
Die Mutter erzählte, und das Mädchen hörte zu, ohne zu blinzeln. Als die Geschichte endete, sagte das Mädchen: „Und sie lebten nicht glücklich. Sie lebten gar nicht.“ Die Mutter lachte, weil sie dachte, es sei ein Spiel. Aber im Brunnen, tief im Wald, saß Lina und wartete auf das nächste Kind – und sie lächelte, weil sie wusste, dass es kommen würde.
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